Den Berg besteigen

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Annika

„Vom Ende der Erde rufe ich zu dir, da mein Herz verschmachtet: Führe du mich auf den Felsen, der mir zu hoch ist!“ Psalm 61,3

Stelle dir einmal vor, du stehst vor einem riesigen Berg. Die Spitze reicht weit in den Himmel. Er ist majestätisch anzusehen. Einfach gewaltig. Doch wenn du nun gesagt bekommst: "Steige auf diesen Berg hinauf", so wirst du ihn bestimmt mit anderen Augen betrachten. Er ist viel zu hoch und sieht gefährlich aus. Felsvorsprünge fallen dir plötzlich auf, glitschige Stellen, Spitze Kanten... Es erscheint dir unmöglich dieses Ziel, die Spitze des Berges zu erreichen.

 

In unserem Leben scheint es uns auch oft so, als stünden wir vor einem Berg bzw. Felsen, unüberwindbar und riesengroß. Der Psalmist drückt seine Gefühle diesem Felsen gegenüber mit den Worten "mein Herz verschmachtet" aus. So geht es David, wenn er an seinen "Felsen" bzw. seine Ängste und Nöte denkt. Aber er macht es richtig. Denn er wendet sich an den, der die Hilfe in aller Not ist und dem nichts unmöglich ist. Am Anfang des Verses heißt es: „Vom Ende der Erde rufe ich zu dir“. Wie gut zu wissen, dass Gott uns, wo auch immer wir sind, hören und auch helfen kann. Er gibt uns die nötige Kraft und wir brauchen uns eigentlich nicht zu fürchten, auch wenn das nicht immer so leicht umzusetzen ist. Aber nicht grundlos lesen wir in Psalm 27, 1b: „Der Herr ist meines Lebens Kraft, vor wem sollte mir grauen“. Doch was möchte Gott erreichen wenn er uns auf den Felsen führt? Auf jeden Fall soll ER verherrlicht werden, indem seine Kraft und Macht deutlich wird, denn bei IHM ist das Unmögliche möglich. Wie könnte Gott auch verherrlicht werden, wenn wir nur menschenmögliches bewältigen würden. Wir sollten uns immer wieder neu bewusst machen: Es geht um IHN und nicht um uns.



Nun dürfen wir beginnen, den Berg zu besteigen. Und dies geht nur Schritt für Schritt. Eine Hürde nach der anderen. In der Gewissheit, dass Gott uns ans Ziel bringen wird, dürfen wir mutig vorangehen. In Psalm 27,5 haben wir nun die Zusage: Auf einen Felsen wird er mich erhöhen!

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