Des Evangeliums rühmen

D
David

„Ich bin – wie gesagt – gezwungen, mich selbst zu rühmen. Eigenlob nützt zwar nichts; trotzdem will ich nun noch auf Visionen und Offenbarungen vonseiten des Herrn zu sprechen kommen.“ 2. Korinther 12,1

Ich war einmal in einem Hauskreis, bei dem der Hauskreisleiter meinte: „Wie kann Paulus sich selbst loben und gleichzeitig sagen es nützt nichts?“ Wir schauen uns das mal genauer an und werden herausfinden das Paulus sich keinesfalls selbst widerspricht.

 

Anscheinend empfanden einige Paulus Auftreten als rhetorisch schwach. Dies bezeichnet Paulus selbst in diesem Brief als möglich (2. Korinther 6,11). Im Gegensatz dazu glänzten in der Gemeinde von Paulus sogenannte „Superapostel“ (nach der NGÜ) mit ihrem rhetorischen Auftreten. Diese traten in der Gemeinde auf, die Paulus selbst in Korinth gegründet hatte, während sich Paulus auf Reisen befand. Allerdings predigten sie ein anderes Evangelium als Paulus und brachten dadurch das wahre Evangelium in Bedrängnis. Um das wahre Evangelium zu verteidigen, ist Paulus gezwungen sich der Offenbarung des Evangeliums durch Jesus selbst zu rühmen. Auch wenn Eigenlob ansonsten generell unnütz ist.

 

In dem Text geht es also um die Verteidigung des Evangeliums und sich des Herrn zu rühmen und nicht seiner eigenen Stärken. Wir sollten Paulus Beispiel folgen und wie er immer bereit sein das Evangelium zu verkündigen und es als Diener von Jesus, wie Paulus es einer war, zu verteidigen. Auch wenn es ungewöhnlich sein sollte.

 

Am folgenden Abend ging ich mit einigen anderen aus unserer Gruppe zum Essen aus. Es war in dem noblen „American Colony Hotel“, wo auch Prominente gerne übernachten. Ich behielt im Hinterkopf, dass ich als Student mein Budget nicht zu sehr strapazieren wollte, also wählte ich eines der „günstigeren“ Angebote aus. Es schmeckte hervorragend, aber als es ans Bezahlen ging, zückte ein Mann, mit dem ich mich in der Zeit angefreundet hatte, seine Brieftasche und zahlte für mich. Auch unser Taxi für den Rückweg übernahm er zum größten Teil. Was mir in dem Moment durch das Gedächtnis schoss, war der Gedanke an Sprüche 19,17 „Wer sich des Armen erbarmt …“ Ich schämte mich etwas, dass ich nur 20 Schekel gegeben hatte. Hier hatte Gott es mir mindestens fünf-fach wiedererstattet. Das war eine wunderbare Erfahrung für mich. Gott bleibt uns wirklich nichts schuldig, er steht zu seinem Wort. Manchmal können wir die Folgen unmittelbar erleben. Es hat mich sehr berührt, wie greifbar die Bibel wird, wenn wir bereit sind, ihr Folge zu leisten.

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