Die Bibel- und Missionsschule Ostfriesland ist eine private, theologische Ausbildungsstätte. Nur ein paar Autominuten entfernt von der deutschen Nordseeküste, ist die BMO die wohl nördlichste Einrichtung ihrer Art in Deutschland. Ihr Angebot besteht u.a. aus einem Vollzeitstudium zur Zurüstung für ein späteres Masterstudium oder einem Dienst in einer Gemeinde, in der Mission oder in einem anderen christlichen Werk. Einen Schwerpunkt bildet dabei die Beschäftigung mit dem jüdischen Hintergrund unseres Glaubens. Daneben gibt es aber noch weitere Angebote für Jedermann. Seien es öffentliche Veranstaltungen, Reisen in das Land der Bibel oder eine Reihe an Studienschriften - das sind theologische Ausarbeitungen unserer Dozenten.

Studienleiter

Andreas Heimbichner ist verheiratet, hat vier Kinder und ist Studienleiter der Bibel- und Missionsschule Ostfriesland (BMO) und unterrichtet Bibelhebräisch, Judentum und Altes Testament. Nach seinem Studium an der BMO studierte er in Israel an der Messianisch-jüdischen Bibelschule Israel College of the Bible (ICB) und am St. Petersburg Theological Seminary and Yeshiva in Florida/USA. Sein Wunsch ist es Menschen das Land der Bibel vertraut zu machen.

Die Geschichte der BMO

Die Wurzeln der Bibel- und Missionsschule Ostfriesland reichen bis in die 1980er Jahre hinein. Vor allem gehen sie auf die Arbeit des Evangelisten Klaas Aeilts zurück. Nachdem er als Zeltmeister und Kinderevangelist bei der Deutschen Zeltmission tätig war, zog der "Evangelist mit der Gitarre", wie er gerne genannt wurde, mit einem Veranstaltungszelt durch seine Heimat Ostfriesland und dem norddeutschen Raum. So verkündigte er in einfachster Form mit viel Herz und Gesang das Evangelium. 1988 kam es schließlich zur Gründung des Vereins "Ostfriesische Zeltmission e. V.".

 

Bereits ein Jahr nach der Gründung wurde ein Abendbibelkurs im Haus der Familie Aeilts angeboten. Ein Jahr später, 1990, konnte man sich zum ersten dreijährigen, ganztägigen Bibelstudium anmelden. Geleitet wurde das Studium damals von Siegfried F. Weber, dem ersten Mitarbeiter des Vereins und Absolvent der Staatsunabhängigen Theologischen Hochschule Basel.

 

Zur Unterbringung der Studenten und für einen größeren Seminarraum wurde das Privathaus der Familie Aeilts um einen Anbau erweitert. Auch nachdem Klaas Aeilts 1997 gestorben war, stellte seine Frau Anna Aeilts die Räumlichkeiten der Bibelschule zur Verfügung und kümmerte sich weiter um die Verpflegung der Studenten. Neben seiner Tätigkeit als Studienleiter übernahm nun Siegfried Weber noch den Vereinsvorsitz.

 

Im Jahr 2012 übernahm Andreas Heimbichner den Vereinsvorsitz und die Studienleitung. Er selbst hatte an der BMO studiert. Nach seinem Bibelstudium in Ostfriesland besuchte er das Israel College of the Bible (ICB) in Jerusalem und erwarb am St. Petersburg Theological Seminary and Yeshiva in Florida/USA seinen Master in Jüdischen Studien und im Neues Testament.

 

Mit den ersten Studenten, die unter der Führung von Andreas Heimbichner das dreijährige Studium absolvierten, zog die Bibelschule in größere Räumlichkeiten in der Nähe des bisherigen Standortes um. Die Einweihung erfolgte 2015 zum 25. Jubiläum der Bibelschule. Da die Bibelschule mit der Zeit zum Hauptzweck des Vereins "Ostfriesische Zeltmission e. V." wurde, erfolgte außerdem im selben Jahr die Umbenennung in "Bibel- und Missionsschule Ostfriesland e. V.".

 

Trotz der Veränderungen in den letzten Jahren ist die Treue zur Bibel geblieben. Genauso wie der Wunsch, Menschen in diesem Wort zu unterweisen und zuzurüsten, um damit einen Teil zur Ausbreitung des Evangeliums beizutragen. Die vergleichsweise geringe Anzahl der Studenten bot bisher immer die Möglichkeit in einer angenehm familiären Atmosphäre auf jeden einzelnen gut eingehen zu können. Dabei war das Bibelstudium an der BMO schon immer umfassend und intensiv, sodass die Absolventen heute auf dem Missionsfeld und in der Gemeindearbeit in der ganzen Welt tätig sein dürfen. Dennoch hoffen wir für die Zukunft, dass das Werk weiter wachsen darf und sich noch mehr Menschen zu einem Dienst im Reich Gottes berufen lassen.

Glaubensgrundlage

Die Bibel ist Gottes wahrhaftiges Wort (Ps. 33,4), eine geistgewirkte Einheit. Die ganze Schrift ist von Gott durch den Heiligen Geist eingegeben (2.Tim. 3,16: theo-pneustos = gottgehaucht) und somit Richtschnur für unser tägliches Leben. Wir haben uns in jeder Hinsicht der Autorität der Heiligen Schrift zu beugen: Wir stehen mit unserem Intellekt nicht über der Schrift, sondern darunter. Wir können keine Exegese ohne den Heiligen Geist betreiben. Wir lehnen jede kritische Haltung ab, die Teile oder das Ganze des Alten und Neuen Testamentes in Frage stellt.


Jesus Christus ist das fleischgewordene Wort Gottes (Joh. 1,14). Er wurde durch den Heiligen Geist gezeugt und von der Jungfrau Maria geboren (Mt. 1,18.20Lk. 1,35) - Gott und Mensch zugleich. Jesus - obwohl er ohne Sünde war (Heb. 4,15) - vollbrachte die Versöhnung am Kreuz.


Der Mensch kann sich selbst nicht erlösen, braucht jedoch die Versöhnung mit Gott, um nicht verloren zu gehen. Kein Mensch ist ohne Sünde (Röm. 3,23). Nur derjenige, der die Versöhnung, die Jesus vollbracht hat, persönlich in Anspruch nimmt (2.Kor. 5,20), ist mit Gott versöhnt und hat ewiges Leben.

Jesus blieb nicht im Grab, sondern wurde leibhaftig auferweckt (Röm. 6,9). Wie er in den Wolken zum Vater fuhr so kommt er wieder (Apg. 1,11) zur Entrückung der Gemeinde. Die Wiederkunft Jesu wird sichtbar auf dieser Erde geschehen, um sein Friedensreich aufzurichten.


Nur Jesus Christus allein ist der Weg zu Gott (Joh. 14,6). Neben Jesus gibt es keine andere Person, die uns retten kann (Apg. 4,12).

 

Nach seiner Himmelfahrt sandte Jesus seinen Parakleten (Heiliger Geist), der die Menschen von der Sünde überführt, in den wiedergeborenen Christen wohnt und durch ihn Frucht bringt (Gal. 5,22).

 

Gott ist der Schöpfer, der die Erde, die Menschen und somit die ganze Welt geschaffen hat. Er ist der allmächtige Vater, eins mit dem Sohn und dem Heiligen Geist. Er offenbarte uns seinen Heilsplan mit der Welt und der Menschheit in seinem Heilsbuch: Die Bibel.


Wir bekennen uns zur Berliner Erklärung von 1909 und zu den drei Chicago-Erklärungen von 1978,1982 und 1986.